Kanzlei Linda Hoffmann
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Verhaltenstipps Verkehrsunfall

1. Auf keinen Fall den Unfallort einfach verlassen!

 

Viele Menschen stehen nach einem Verkehrsunfall unter Schock und möchten den Unfallort einfach nur sofort verlassen. Dieser „Fluchtreflex“ ist ganz menschlich. Von einem Verlassen des Unfallorts ist jedoch dringend abzuraten, da Sie sich dann in aller Regel wegen „Unerlaubten Entfernens vom Unfallort“

(= „Fahrerflucht“, § 142 StGB) strafbar machen. Es drohen Geld- oder Freiheitsstrafe, Punkte in Flensburg, ein Fahrverbot oder gar die Entziehung der Fahrerlaubnis. Dies gilt auch, wenn Sie als Radfahrer oder Fußgänger in einen Unfall im Straßenverkehr involviert sind oder wenn Sie auf einem Parkplatz ein anderes Fahrzeug lediglich mit Ihrem Einkaufwagen touchiert haben.

 

Sie dürfen den Unfallort erst verlassen, wenn Sie dem/den anderen Unfallbeteiligten die Feststellung Ihrer Personalien, ggfs. Ihres Fahrzeuges, und Ihrer grundsätzlichen Beteiligung am Unfall ermöglicht oder aber eine „angemessene“ Zeit gewartet haben, ohne das jemand diese Feststellungen tätigen konnte. In letzterem Fall sollten Sie, wenn Sie denken, lange genug gewartet zu haben, die Polizei telefonisch informieren, bevor Sie den Unfallort verlassen.

 

2. Sichern Sie, wenn nötig die Unfallstelle, rufen Sie die Polizei und ggfs. einen Krankenwagen, leisten Sie 1. Hilfe soweit erforderlich und Ihnen möglich!

 

3. Informieren Sie jemanden aus Ihrem nahen Umfeld!

 

Wenn Sie sich mit der Situation überfordert fühlen, rufen Sie jemanden an, der Ihnen nahesteht und bitten ihn/sie, zum Unfallort zu kommen. Die Person kann Ihnen dann vor Ort beistehen und Sie ggfs. mit ins Krankenhaus begleiten.

 

4. Geben Sie keine Schuld zu!

 

Gegenüber dem Unfallgegner und der Polizei sind Sie vor Ort lediglich dazu verpflichtet, Ihre Beteiligung am Unfall an sich zu bestätigen, Ihre Personalien anzugeben und sofern Sie mit einem Fahrzeug am Unfall beteiligt sind, Feststellungen zum Fahrzeug zu ermöglichen.

 

Lassen Sie sich nicht auf nähere Diskussionen ein, vor allem dann nicht, wenn die Schuldfrage streitig ist. Lesen Sie sich das polizeiliche Protokoll genau durch und unterschreiben Sie es im Zweifel nicht.

 

Sollte die Polizei Ihnen sogar die Begehung einer Straftat vorwerfen, äußern Sie sich dazu nicht. Dies müssen Sie nämlich nicht und darf Ihnen im weiteren Verfahren nicht zur Last gelegt werden. Sie sind nicht dazu verpflichtet, sich selbst zu belasten.

 

5. Lassen Sie sich anwaltlich vertreten!

 

Kontaktieren Sie schnellst möglich mich bzw. einen anwaltlichen Beistand Ihrer Wahl. Verweisen Sie auch die gegnerische Versicherung stets an Ihren anwaltlichen Beistand und äußern Sie sich nicht selbst.

 

Denken Sie daran, dass die gegnerische Versicherung stets darin interessiert ist, so wenig wie möglich an Sie zu zahlen. Treffen Sie daher auch keine Vereinbarungen mit der gegnerischen Versicherung ohne vorher anwaltlichen Rat eingeholt zu haben. Nur Anwältinnen und Anwälte können einschätzen, ob die Versicherung den Schaden korrekt reguliert.

 

6. Hier können Sie sich die Verhaltenstipps als Merkblatt ausdrucken und z.B. in Ihrem Auto hinterlegen:

Verhaltenstipps Verkehrsunfall
Verhaltenstipps_Verkehrsunfall_RALindaHo[...]
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